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Vereinsnachrichten

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 10.11.2010

November 2010

07.11.: Seit 22. Oktober ist eine Weihnachts-Sonderedition der Inlands-Paketadresszettel im Angebot. Neben einem weihnachtlichen Motiv mit Text "Fröhliche Weichnachten" in der rechten unteren Ecke sind auf dem Rand sechs kleine Aufkleber für die weihnachtliche Gestaltung der Sendung enthalten. Die Paketmarke ist nur über die Versandstelle erhältlich.

07.11.:In der "Deutschen Briefmarken-Revue" (DBR) wird von der wieder mal erfolgreichen Messe in Sindelfingen berichtet. Dort war ein Mal mehr am letzten Oktober-Wochenende der Nabel der philatelistischen Welt. Die Internationale Briefmarken-Börse Sindelfingen 2010 hat damit auch in diesem Jahre ihre Stellung als deutschland- und europaweites Top-Ereignis der Branche gehalten. Die vielfältigen Änderungen seien beim Handel und den Besuchern auf weitreichende Zustimmung gestoßen, erklärte die Messe Sindelfingen zum Abschluß. Der großzügige Standbau, etwa im Bereich der Deutschen Post, und die neue Aufteilung der Hallenbelegung wurden besonders positiv bewertet. APHV-Präsident Arnim Hölzer sagte schon auf der Eröffnungsveranstaltung: "So gut wie im neuen Zentrum Philatelie sind die Verbände noch nie präsentiert worden." Der Fachhandel aus dem In- und Ausland zeigte sich mit den erzielten Umsätzen zufrieden bis sehr zufrieden. Schon der erste Messetag übertraf bei vielen die Erwartungen. Die positive Grundstimmung der Käufer wurde von allen Seiten besonders hervorgehoben. Am meisten wurden nach Auskunft der Deutschen Post die Sonderstempel "Erntedank" und "Tiere auf Briefmarken" eingesetzt. Auch Markenheftchen wurden bei der Post mehr als er-wartet nachgefragt. Die Autogrammstunde mit der Briefmarkengrafikerin Andrea Voß-Acker, zu dem ein besonderes Gedenkblatt aufgelegt wurde, kam beim Publikum bestens an. Die Lokalpresse ließ es sich nicht nehmen, in großer Aufmachung über das jährliche Philatelisten-Meeting zu berichten. Für Sindelfingen 2011 (wie üblich am letzten Oktober-Wochenende) bereits in "trockenen Tüchern" ist die Nachfolgeveranstaltung der zuletzt in Luzern im September 2010 ausgerichteten multinationalen Briefmarken-Neuheitenschau, die von den Postverwaltungen aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz getragen wird. Der Jugendbereich steht im nächsten Jahr unter dem Motto "Indianer". Als Wettbewerbsausstellung ist eine Rang-Ausstellung für jugendliche Sammler in Vorbereitung. Für den seit 23 Jahren in Sindelfingen beheimateten postgeschichtlichen Wettbewerbs sind einige Änderungen in Vorbereitung, die den besonderen Status der Internationalen deutschen Meisterschaft für Postgeschichte sogar noch ausbauen soll.

07.11.: Die Forschungsgemeinschaft Tag der Briefmarke bietet für Belege zum "Tag der Briefmarke 2010" die von der Post bereitgestellte Blankoganzsache "Postplakat" mit einem Zudruck der Abbildung des Turbinen-Schnelldampfers Cobra an, der auch auf der Marke zu sehen ist. Der Umschlag ist zum Preis von 2,50 Euro je Stück zuzüglich der Portokosten erhältlich. Mitglieder der ForGe Tag der Briefmarke erhalten die festgelegten Rabatte. Die Umschläge sind beim Neuheitenwart ForGe erhältlich: Hubert Oho, Postfach 31 10, 26180 Rastede, Telefon 04402/38 63 und 98 53 72, hubert.oho@ewetel.net.

07.11.: Drei Tage lang drehte sich im Auktionshaus Felzmann alles rund um Briefmarken. Im Rahmen der 131. Internationalen Auktion (19.-23. Oktober), bei der ebenso erfolgreich auch Münzen versteigert wurden, sind im neuen Auktionssaal viele Top-Zuschläge erzielt worden. Zu den Highlights zählte dieses Mal der Rekordzuschlag für die Gscheidle-Marke, wie in der "Deutschen Briefmarken-Revue" zu lesen ist. Die unverausgabte Marke zu den Olympischen Sommerspielen 1980 aus dem Besitz des ehemaligen Postministers Gscheidle, unerkannt in dessen Privatkorrespondenz verklebt und verbraucht, befindet sich zusammen mit der 20 Pf Industrie & Technik auf tadellosem Bedarfs-Briefstück mit Maschinenwerbestempel MÜNCHEN 20.12.82. Mit 12 000 Euro angesetzt, sprang die moderne Rarität auf 26 000 Euro!

07.11.: Bei der Niederlassung Philatelie sind ab sofort zwei C6/5-Weihnachtsumschläge mit individuellen Wertstempeln mit weihnachtlichen Motiven bestellbar. Sie werden in Kartons zu 50 Stück zum Preis von je 37,50 Euro angeboten. Auf Wunsch sind gegen Aufpreis auch passende Einlagekarten erhältlich.

07.11.: Die "Deutsche Briefmarken-Revue" berichtet, dass die Deutsche Post AG die Zuständigkeit von Stempelwünschen neu geregelt hat: "Die Bearbeitung von Fraugen zur Stempelung sowie von Reklamationen der Stempelstellenkunden werden ab sofort bei unserer Niederlassung Philatelie zentral bearbeitet. Die Zentrale der DPAG ist hierbei nicht mehr eingebunden. Die Zuständigkeit erstreckt sich auf die bundesweite, philatelistische Stempelung (Philatelie-Shops, Erlebnis: Briefmarken-Teams und Stempelstellen Berlin, Bonn und Weiden) sowie auf Probleme mit gestempelten Kundenbelegen nach der philatelistischen Bearbeitung." Anschrift: Deutsche Post AG, Niederlassung Philatelie, Customer Care/Stempelangelegenheiten, Franz-Zebisch-Str.15, 92637 Weiden, Fax 0961/ 38 18 29 36 36.

03.11.: Seit 1988 finden im Düsseldorfer Marien-Hospital (Rochusstr. 2) alljährlich Briefmarkenausstellungen unter dem Motto "Sehende helfen Blinden" statt Mit der Veranstaltung, die von den Briefmarkenfreunden Düsseldorf mitgetragen wird, soll auf die Probleme von sehbehinderten und blinden Mitbürgern aufmerksam gemacht werden. Zudem ist die Ausstellung eine schöne Abwechslung für die Kranken und Genesenden. Gleichzeitig soll sie den Besucher zum längeren Verweilen anregen und den Krankenhausmitarbeitern für ihren aufopfernden Einsatz danken. Im 1. Ausstellungsabschnitt vom 1. bis 14. November stehen Künstler wie Hundertwasser oder Picasso im Vordergrund, im 2. Abschnitt u.a. Land und Leute Portugals, die mit dem gesamten philatelistischen Spektrum dargestellt werden. Am 2. November wird der abgebildete Sonderstempel eingesetzt, der mit Dr. Paul Engelen eine besondere Persönlichkeit der Hospital- und Stadtgeschichte ehrt.

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Oktober 2010

03.10.: Wie aus der "Deutschen Briefmarken-Revue" zu erfahren ist, wird es nach Berlin und Frankfurt am Main auch in Köln die Verlegung eines Philatelie-Shops zum Ende des Monats geben. Der bisherige Philatelie-Shop in der Postfiliale Köln 80 wird zum 30. Oktober 2010 (Samstag) geschlossen. Am 1. November - Feiertag! - öffnet der Philatelie-Shop dann wieder in der Postfiliale Breite Straße in 50667 Köln. Die Deutsche Post bietet Ersttags- und Letzttagsstempelungen mit dem Tages- und dem Sonderstempel des Philatelie-Shops an. Anschrift für schriftliche Stempelaufträge: Deutsche Post AG, Niederlassung Brief, Sonderstempelstelle, Anschrift für Briefe: 53253 Bonn, Anschrift für Fracht: Am Propsthof 94, 53121 Bonn

03.10.: Die Forschungsgemeinschaft Tag der Briefmarke bietet für Belege zum "Tag der Briefmarke 2010" die von der Post bereitgestellte Blankoganzsache "Postplakat" mit einem Zudruck der Abbildung des Turbinen-Schnelldampfers Cobra an, der auch auf der Marke zu sehen ist. Der Umschlag ist zum Preis von 2,50 Euro je Stück zuzüglich der Portokosten erhältlich. Mitglieder der Forschungsgemeinschaft Tag der Briefmarke im BDPh erhalten die festgelegten Rabatte. Die Umschläge sind beim Neuheitenwart der Forschungsgemeinschaft erhältlich: Hubert Oho, Postfach 31 10, 26180 Rastede, Telefon 04402/38 63 und 98 53 72, hubert.oho@ewetel.net (Quelle: DBR 10/2010).

03.10.: Aus Luxemburg gibt es eine traurige Nachricht!Das Organisationskomitee unter Führung des FIP-Präsidenten Jos Wolff hat die internationale Briefmarkenausstellung PHILALUX 2011, die vom 28. April bis 1. Mai in den Hallen der LuxExpo in Luxemburg-Stadt stattfinden sollte, abgesagt!

03.10.: Zur Freimachung von Standardbriefen deutschlandweit gibt die Deutsche Post AG im Rahmen einer Promotionaktion zum 02.11.2010 das neue selbstklebende Markenset "10 x 55 ct Engel und Taube" heraus. Es enthält je fünf selbstklebende Sonderpostwertzeichen "Engel" und "Taube" aus der Serie "Post" 2010 à 55 Cent.

03.10.: Im April hat das Bundesministerium der Finanzen die Themen des Ausgabeprogramms für 2011 veröffentlicht. Was bis heute fehlt, ist die Zuordnung der Themen auf die Ausgabetage und die einzelnen Wertstufen. Die DBR berichtet nun in ihrer Ausgabe 10/2010, daß dies noch einige Zeit dauern könnte, da erst in den nächsten Wochen mit einer Entscheidung über die Gebührenstufen zu rechnen ist. Die Post würde die Preise wegen gestiegener Kosten gerne erhöhen, die Netzagentur ist dagegen. Möglicherweise gibt es am Schluß auf Grund der zurzeit noch geltenden Berechnungsformel sogar eine Portosenkung!

03.10.: Eine erfreuliche Nachricht gibt es In den letzten Monaten gab es vom BDPh bzgl. der Diskussionen darüber, ob in Zukunft aus Kostengründen der Deutsche Philatelistentag nur noch alle zwei Jahre veranstaltet wird. Anläßlich einer Fragestunde auf dem 111. Deutschen Philatelistentag in Suhl machte BDPh-Präsident Dieter Hartig eine klare Aussage: "Der 112. Deutsche Philatelistentag wird zusammen mit dem seit einiger Zeit auch nur noch alle zwei Jahre stattfindenden Bundestag Anfang September 2011 in Wuppertal durchgeführt". Ob die Diskussion um den Zwei-Jahres-Rhythmus des Philatelistentages damit beendet oder nur vertagt ist, ließ er allerdings offen!

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September 2010

01.09.: Für die maschinelle Freimachung von Großbriefen in Etikettiersystemen erscheint die selbstklebende Version der Sondermarke "100 Jahre Vogelwarte Helgoland" vom 8. April (Bund MiNr. 2793) auch in einer Maxirolle 500. Der Verkauf erfolgt ab August/ September 2010 ausschließlich über die Niederlassung Philatelie oder über die eFiliale. Der Verkaufspreis beträgt 725 Euro.

01.09.: Ab 1. September geht ein neues Plusbrief-Set "Bibi Blocksberg" in den Verkauf, das an die Erfolge "Prinzessin Lilifee" und "Barbie" anknüpfen soll. Das Set besteht aus drei Umschlägen, die alle denselben Wertstempel - Bibi Blocksberg mit einem zwinkernden Auge - tragen. Die Wertstempel unterscheiden sich in der Hintergrundfarbe, die auf den Umschlag abgestimmt ist (Quelle: DBR 09/2010).

01.09.: Die Deutsche Post PHILATELIE setzt anläßlich der seit 20 Jahren bestehenden Deutschen Einheit am 3. Oktober 2010 einen Besonderen Stempel ein. Die Ausgestaltung dieses Stempels erfolgt - zum ersten Mal (in der Bundesrepublik) - dreifarbig; zudem wird der ansonsten gradlinig ausfallende Rand teilweise durch unregelmäßige Umrisse der Bundesrepublik ersetzt. Der Stempel wird mit Datum "3.10." und Ortsangabe "Berlin" nicht nur bei den Philatelie-Shops in Berlin selbst, sondern bundesweit in allen Philatelie-Shops und zusätzlich in der Filiale des Posttowers Bonn eingesetzt (bis 6.10.). Schriftliche Aufträge können jedoch nur an die Versandstelle in Weiden gerichtet werden. Es ist im übrigen nicht der erste dreifarbige Stempel in der deutschen Philateliegeschichte. Zur Briefmarkenausstellung DEBRIA 1950 in Leipzig gab es schon einmal einen Sonderstempel in den Nationalfarben Schwarz, Rot und Gold (Quelle: DBR 09/2010)!

01.09.: Wie aus der "DBR" (Deutsche Briefmarkenrevue: 09/2010) zu erfahren ist, soll als weitere Maßnahme zur Ankurbelung des Briefeschreibens durch die Deutsche Post wieder ein weihnachtliches Promotionset in Art wie das vor zwei Jahren aufgelegte (MH MiNr. 76) erscheinen, allerdings im kleineren Format 9 x 13 cm und mit einem Erstverkaufstag (2. November), an dem im ganzen Land die Postämter geöffnet haben. Enthalten sind jeweils fünf selbstklebende Exemplare der Sondermarken "Engel" und "Taube" aus der "Post"-Serie vom 8. April, die schachbrettartig angeordnet sein werden. Der Verkaufspreis des Sets beträgt 5,50 Euro.

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August 2010

01.08.: am Sonntag, den 29. August, führt der Briefmarken- und Münzsammlerverein Kamp-Lintfort von 1964 e.V. in der Zeit von 10 bis 15 Uhr seinen traditionellen Großtauschtag im Kolpinghaus auf der Prinzenstraße in Kamp-Lintfort durch!

01.08.: vom 17. bis 19. September findet im Rahmen der Landesgartenschau in der Multifunktionshalle in Hemer die Rhein-Ruhr-Posta 2010 statt. Es handelt sich um eine Rang-2-Ausstellung, wobei sonntags der "Tag der Briefmarke" gefeiert wird. Leider ist die Ausstellung nur erreichbar, wenn auch eine Eintrittskarte für die Landesgartenschau gekauft wird, da die Halle auf dem Veranstaltungsgelände liegt!

01.08.: die MICHEL-Kataloge werden in diesem Jahr 100 Jahre alt. Erstmalig ausverkauft war der von Hugo Michels herausgegebene Europa-Katalog im Jahre 1913. In diesem Jahr erheilt der Herausgeber auch eine Auszeichnung auf der Ausstellung in Paris. 1915 verlegte er sein Geschäft und 1918 wurde schon eine Auflagenhöhe von 40.000 Exemplaren erreicht. Ab 1940 gab es dann auch den ersten Deutschland-Katalog. Am 9. Juni 1944 verstarb Hugo Michel in Weimar. Heute werden die MICHEL-Kataloge vom Schwaneberger Verlag in München publiziert und gehören nicht nur in Deutschland zu den Standardkatalogen, auf die die Sammler gerne zurückgreifen.

01.08.: der Radsport ist in den letzten Jahren wegen zahlreicher Doping-Skandale - besonders bei der Tour de France - sehr in Verruf geraten. Dennoch gibt die niederländische Post Anfang Juli eine Kleinbogen mit zehn Marken heraus, der einen Radsportler in Aktion zeigt. Anlaß ist der Start in Rotterdam am 1. Juli 2010. Die Marken tragen die Zahl "1" für Sendungen bis 20 Gramm.

01.08.: die Jugendmarken der Deutschen Post AG erscheinen am 12. August und zeigen historische Dampfschiffe. Wie immer handelt es sich auch diesmal um vier Marken mit Zuschlag, wobei eine Marke auch wieder selbstklebend erscheinen soll.

01.08.: der 100. Todestag von Mutter Teresa wird im August gleich von mehreren Postverwaltungen mit einer Sonderausgabe gewürdigt. Marken gibt es u. a. auch Deutschland und Österreich.

01.08.: die Fa. PHILOTAX veröffentlicht die 3. Auflage ihres Kataloges "Deutsches Reich" auf DVD, der um die Besatzungsaugaben des 1. und 2. Weltkrieges sowie die Feldpost- und Privatausgaben von 1939/45 erweitert wurde. Der Preis für die DVD beträgt 49,90 Euro (Update: 35,- Euro) und ist ab sofort im Fachhandel sowie bei PHILOTAX GmbH, Postfach 1411, 24550 Henstadt-Ulzburg erhältlich.

01.08.: schon in der 8. Auflage gibt es von PHILOTAX den Abartenkatalog Bund und Berlin auf DVD. Der Katalog berücksichtigt über 400 neue bestätigte Plattenfehler. Der Katalog auf DVD kostet 59,50 Euro (Update: 39,90 Euro) und ist ebenfalls ab sofort im Fachhandel sowie bei PHILOTAX GmbH, Postfach 1411, 24550 Henstadt-Ulzburg erhältlich.

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Juli 2010

01.07.: Erstmalig werden in diesem Jahr Olympische Spiele der Jugend ausgetragen, einem Beschluß des IOC auf seiner Session in Guatemala folgend. Sie finden vom 14. bis 26. August 2010 in Singapur statt. Zur Popularisierung der Idee wird es eine Flammenentzündung in Olympia geben. Anschließend wird die Flamme in je eine Stadt der fünf Kontinente geflogen, wo es Zeremonien geben wird, ehe am 05.08. ein Fackellauf in Singapur beginnt. Berlin ist für Europa ausgewählt worden. Hier trifft die Flamme am 24. Juli 2010 ein und wird am frühen Nachmittag auf dem Potsdamer Platz am Brandenburger Tor empfangen. Ein "Erlebnis: Briefmarken"-Team der Deutschen Post wird mit von der Partie sein und im Stand des DOSB neben den Sporthilfe- und anderen Marken auch den abgebildeten Sonderstempel bereit halten.

01.07.: Vor rund 66 Jahren ist der bedeutende deutsche Philatelist und Initiator des weltweit begangenen Festes "Tag der Briefmarke", Hans von Rudolphi, gestorben. Geboren am 2. Juli 1884 in Halle (Saale), arbeitete und lebte er von 1914 bis 1943 in Berlin und zog wegen der zunehmenden Bombardements seiner Spandauer Wohngegend im Herbst 1943 mit ihr in die Geburtsstadt seiner Frau, Lutherstadt Wittenberg. Bald darauf mußte er freilich nach Halle ins Krankenhaus. In der Universitätsklinik Halle-Wittenberg starb er am 6. Mai 1944 an Darmkrebs. Seine Asche wurde am 19. Mai 1944 im Grabbogen 47 des Stadtgottesackers Halle (Saale) beigesetzt. Nichts deutet aber darauf hin, daß sich seine Urne im elterlichen Grab befindet. Das wird sich ändern. Auf Initiative der Forschungsgemeinschaft Tag der Briefmarke im Bund Deutscher Philatelisten haben sich die Philatelistenverbände aus Berlin und Sachsen-Anhalt sowie die drei halleschen Sammler-Vereine, tatkräftig unterstützt vom Verein für Friedhofskultur in Halle und dem Umland sowie der zuständigen Organisationseinheit der Verwaltung der Stadt Halle, zusammengetan, um Hans von Rudolphi nun, lange nach seinem Tod, mit einem Grabstein ein Denkmal zu setzen. Die Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte hat mit einer Zuwendung den Anfang gemacht, Verbände, Vereine und Privatpersonen haben dankenswerterweise mit großzügigen Spenden die Verwirklichung des Planes möglich gemacht. Die Spender werden im Zusammenhang mit der Veranstaltung zur Enthüllung des Grabmales veröffentlicht. Der Grabstein für Hans von Rudolphi wird - verbunden mit einer öffentlichen Feier an seinem Geburtstag, am Freitag, dem 2. Juli 2010, um 14 Uhr, in der Feierhalle des Stadtgottesackers Halle (Saale) - in dessen Grabbogen 47 enthüllt. Interessierte sind herzlich eingeladen, an dieser Feier teilzunehmen. Aus Anlaß der Enthüllung des Grabmales wird ein Schmuck-Briefumschlag, frankiert mit dem Sonderpostwertzeichen zum Tag der Briefmarke 2009 (Eichstätt-Brief) angeboten, der zum Preis von 3 Euro zuadressiert wird. Der aus Anlaß der Veranstaltung eingesetzte Sonderstempel ist in "Philatelie aktuell" Nr. 11/2010 veröffentlicht. Vor Ort, im Stadtgottesacker, ist kein Sonderpostamt, sondern eine Briefbox zur Aufgabe von Stempelwünschen aufgestellt. Kontakt für weitere Informationen und den Bezug des Brieumschlages: Forschungsgemeinschaft Tag der Briefmarke im BDPh, 1. Vorsitzender Claus Bellgardt, Hülsdonker Str. 40, 47411 Moers, Telefon 02841/2 56 41, claus-bellgardt@web.de. Informationen zu der Veranstaltung finden sich auch auch auf der Website der ForGe: www.tag-der-briefmarke.org.

01.07.: Seit dem 1. Juni ist über die eFiliale der Deutschen Post ein 3er-Postkarten-Set mit Wertstempel ATM (Posttower) und rückseitig verschiedenen Bildern des Posttowers erhältlich. Der Preis für das Set beträgt 2,95 Euro.

01.07.: Durch den Rücktritt des zum 23. Mai 2009 erst gewählten Bundespräsidenten Horst Köhler wird eine frühzeitige Neuwahl bereits im Jahr 2010, am 30. Juni, notwendig, für die sich drei Kandidaten bewerben. Aus diesem Anlaß setzt die Deutsche Post AG durch das EB-Team Berlin vor Ort (Reichstag) einen Sonderstempel ein. Zusätzlich erfolgt der Einsatz durch die Philatelie-Shops der Postfilialen Goethestr. 2-3 (B. - Charlottenburg), Rathausstr. 5 (B. - Mitte), Chausseestr. 25 (B. - Mitte), Friedrichstr. 69 (B. - Mitte), Lübecker Str. 1 (B. - Tiergarten) und Joachimstaler Str. 7 (B. - Charlottenburg). Die Anschrift für schriftliche Stempelabschläge lautet: Deutsche Post AG, Niederlassung BRIEF, Sonderstempelstelle, für Briefsendung: 10770 Berlin, für Frachtsendungen: Uhlandstr. 85, 10717 Berlin.

01.07.: Ein Highlight der internationalen Philatelie wird das Berliner Auktionshaus Schlegel am 11. Juni um 11 Uhr im Hotel Adlon der Presse erstmals präsentieren. Es wird im Herbst 2010 für einen guten Zweck (u. a. UNICEF) in Berlin versteigert. Seit Tagen geht das Gerücht um, es könne sich dabei um einen kompletten Bogen der nicht verausgabten Hepburn-Marke handeln. Dieses Gerücht bekommt neue Nahrung durch Formulierungen auf der Einladung zum Pressegespräch. Zitat: "Der Eigentümer dieser einzigartigen philatelistischen Sensation ist der Sohn zweier weltberühmter Hollywood-Stars. Er fliegt extra von Los Angeles nach Berlin, um dieses Non-Plus-Ultra ... vorzustellen." Audrey Hepburn heiratete 1954 den Schauspieler-Kollegen Mel Ferrer. Aus dieser, 1968 gescheiterten Ehe stammt ein Sohn, der mit seiner Familie abwechselnd in der Toskana und in Los Angeles lebt. Inzwischen ist klar, dass tatsächlich Sean H. Ferrer (50) einen Zehnerbogen der Hepburn-Marke präsentieren wird. Wie er in den Besitz der Kostbarkeit gekommen ist, ist dann vielleicht auf der Pressekonferenz zu erfahren. Der Schätzwert des Bogens soll bei einer halben Million Euro liegen.

01.07.:: Die 151. Leipziger Briefmarkenauktion Fortagne & Lipfert wurde im Mai mit reger Beteiligung von Saal- und Fernbietern erfolgreich abgeschlossen. Ein Schwerpunkt lag im Lot-Bereich, wo von den 980 Posten und Restsammlungen 850 mit meist erheblichen Steigerungen verkauft werden konnten. Daß es unscheinbare Belege in sich haben können, zeigte Los 514, ein Zensurbrief aus dem Deutschen Reich von Frankenberg nach Markranstädt mit Rahmenstempel "Postzensurstelle KLG", der von 10 auf 140 Euro sprang. Einen gewaltigen Sprung machte auch ein Lot aus 18 Ganzsachenumschlägen von Sachsen 1859/67 (MiNr. U 1 B bis U 23 A) in meist gebrauchter Erhaltung, das schließlich für 2150 (600) Euro zugeschlagen wurde. Luft nach oben hatte vor allem deutsches Material ab 1945. So kostete eine Potschta der SBZ auf Brief ohne Anschrift 225 (200) Euro, ein waagerechtes postfrisches Paar der SBZ MiNr. 80 X 185 (100) Euro. Begehrt waren auch Postmeistertrennungen von Mügeln. Die MiNr. 116-119 A jeweils auf Briefstück kletterten von 200 auf 450 Euro, ein postfrischer Viererblock der MiNr. 118 AY auf 340 (300) Euro. 2800 (2500) Euro erzielten die ungezähnten Marken MiNr. 156 xU und 159-161 xU gestempelt. Bei der DDR waren es vor allem bessere Wasserzeichen-Typen, die Aufmerksamkeit fanden. So steigerte die MiNr. 363 XII postfrisch von 125 auf 185 Euro, die MiNr. 374 XI postfrisch von 75 auf 165 Euro. Mit 390 (170)?Euro konnte eine postfrische MiNr. 401 XII ihren Ansatz mehr als verdoppeln. 530 (350) Euro brachte das postfrische Sondermarkenheftchen MiNr. 6 ddy. Von 30 auf 135 Euro kletterte die Dienstmarke MiNr. 11 für ZKD III mit Kontrollzahl 7011 auf Brief. 150 (80) Euro wurden für eine späte Verwendung von ZKD-Dienstmarken auf Vordruckbrief vom 28. Juni 1990 geboten. Im Übersee-Teil sorgten Blocks der Volksrepublik China für Furore. Ein Posten mit zwölf gestempelten Blocks MiNr. 5 stieg von 100 auf 520 Euro. Block MiNr. 7, wie üblich ohne Gummi, sprang von 300 auf 910 Euro. Mit 2050 (600) Euro lief der Pfingstrosen-Block (MiNr. 9), ebenfalls ohne Gummi verausgabt, ein. Auch spätere Blocks aus 1978/79 brachten um 200 Euro je Stück.

01.07.: Das Titelfoto stand im Mittelpunkt der 6. Schlegel-Auktion am 17. und 18. Mai. Es handelte sich um ein Paar der 25 Pf China Handstempelaufdruck. Diese Aufdruckmarke wurde ursprünglich für Zwecke des Reichspostamtes bzw. des Kuratoriums des Postmuseums hergestellt. Das Paar ist die größte bekannte Einheit dieser Marke. Daneben existieren etwa noch ein Dutzend Einzelexemplare. Die Kolonialrarität wechselte zur Taxe von 50 000 Euro den Besitzer. Von 16 000 auf 19 600 Euro steigerte ein seltener postfrischer ungezähnter Olympia-Block von 1936 (Deutsches Reich Block MiNr. 5 z U). Ebenfalls zum Schätzpreis - hier 5200 Euro - ging eine postfrische MiNr. 425 X in neue Hände. Der Flugpostmarken-Höchstwert der Deutschen Besetzung Zweiter Weltkrieg Montenegro (MiNr. 19) steigerte auf Briefstück von 10 000 auf 14 000 Euro. 15 000 (12 800) Euro erlöste der SBZ-Block MiNr. 2 t F, fehlende 20-Pf-Marke, in postfrischer Erhaltung. Zum Ausruf von 6200 Euro wurde ein gestempeltes Exemplar der DDR MiNr. 332 va YI zugeschlagen. Eine kräftige Steigerung erfuhr ein Fernbrief der 1. Gewichtsstufe mit zehn Exemplaren der Bizone MiNr. 73 ZF als portogerechte Mehrfachfrankatur. Mit 2000 Euro angesetzt, musste der Käufer schließlich 5800 Euro bieten. Ein ungebrauchtes 16er-Bogenteil der ersten Hamburger Freimarke lief zum Ausruf von 7500 Euro. Von 1100 auf 3100 Euro stieg die australische Portomarke MiNr. P 25 C ungebraucht. Für einen völlig verzähnten USA-Block zum 200-jährigen Bestehen (MiNr. 13) wurden 1500 (1500) Euro geboten Nachlässe und Sammlungen liefen wieder gut. Eine Briefe-Sammlung von Danzig kletterte von 10 000 auf 17 500 Euro, eine Kollektion Sowjetunion von 10 000 auf 26 000 Euro. Selbst die zurzeit nur schwer zu verkaufenden Berlin-Sammlungen sind im Nachverkauf noch an den Mann gebracht worden. Ob es die Angst vor dem schwachen Euro war oder pure Einkaufslust: Auf der 46. AIX-PHILA-Auktion Mitte Mai wurden in Serie bemerkenswerte bis sensationelle Preise erzielt. Daß Goldmünzen gut verkauft werden würden, war beim augenblicklichen Hype ums Edelmetall keine Überraschung, daß aber z. B. eine Sammlung russischer Münzen den Schätzpreis von 6000 Euro mit 14 000 Euro mehr als verdoppeln würde, war schon außergewöhnlich. Ein Stanislaus-Orden aus St. Petersburg von 1865, mit 100 Euro ins Rennen geschickt, schoß auf 7000 Euro, eine Ordensspange aus Polen von 200 auf 5600 Euro. Die anwesende Besitzerin, eine Urerbin dieser Stücke, war fassungslos! Bei den Briefmarken zeigte sich kein anderes Bild: ein Sachsendreier verdoppelte sich von 2000 auf 4000 Euro, Marken der deutschen Gebiete - vor allem solche aus der Zeit vor 1945 - waren immer wieder heiß umkämpft. Waren es am ersten Auktionstag eher die Fernbieter, die mit den anwesenden Kommissionären um das reichhaltige Briefmarken- und Münzangebot konkurrierten, so sorgte am zweiten Tag ein voll besetzter Auktionssaal für die nötige Stimmung und damit verbunden die entsprechenden Resultate. Kaum eine der ca. 1800 angebotenen Positionen konnte den Startpreis nicht wenigsten verdoppeln. Eine Kollektion Niederlande z. B. stieg von 1500 auf 5600 Euro. Den Vogel schossen zwei Sammlungen Deutsches Reich ab, die nach heftigen Bieterkämpfen sagenhafte 24 000 bzw. 16 000 (5000 bzw. 4000) Euro erreichten. Aber auch Sammler mit kleinerem Budget kamen voll auf ihre Kosten, wurden doch etliche Sammlungen im zwei- und dreistelligen Bereich mit ähnlichen und teils sogar noch drastischeren Steigerungen zugeschlagen. 1803 Euro konnte das Auktionshaus übrigens der Haiti-Hilfe überweisen, für die einige Einlieferer Teile ihrer Sammlung gespendet hatten!

01.07.: Im November letzten Jahres sorgte ein Artikel in dieser Zeitschrift für große Aufmerksamkeit unter den Stempelsammlern: Wolfram Düster veröffentlichte seine jahrelangen Forschungen über das private Hauspostamt von Schaefers Märchenstadt Liliput und faßte seine Erkenntnisse in einer Übersicht der Handserienstempel zusammen. Darunter waren etliche Stempel, die der Bochmann-Katalog bis dato nicht kannte. Wenige Monate später verstarb Düster, und seine Sammlung kommt nun auf der 29. Schwartze-Auktion am 17. Juli zur Versteigerung. Sie enthält ca. 300 Briefe und Postkarten mit Sonderstempel "Liliput" und Vorläuferausgaben "Zwergenstadt". Beigegeben - und das ist für Spezialisten besonders interessant - sind alle Forschungsunterlagen des Sammlers. Der Startpreis beträgt moderate 1500 Euro. Zu den weiteren Highlights gehört der abgebildete Danzig-Luftpostbeleg mit der seltenen 60-Pf-Flugpostmarke MiNr. 67 y (Wz. Waben liegend) zusammen mit MiNr. 66 X und 68 aX. Es handelt es sich um das erste bis heute gefundene Exemplar mit zeitgerechter Entwertung. Die große Danzig-Raritäten geht mit 2400 Euro ins Rennen. Ein Wertbrief über 700 Thaler vom preußischen Postamt in Venlo, frankiert mit zwei Sechserblocks der 1/3 Gr. Grün und einer Einzelmarke ½ Gr. Orange mit Rahmenstempel von Venlo nach Krefeld ist einer von vier bekannten NDP-Briefen aus Venlo. Auch wenn ein Teil der Frankatur abgefallen ist, gehört dieser Brief sicherlich zu den besseren, die das Sammelgebiet NDP zu bieten hat (2500 Euro). Im Sammlungsteil findet sich eine sehr gehaltvolle Frankreich-Sammlung. Des Weiteren sollte man bei Memel und den Deutschen Kolonien genau hinschauen. Insgesamt ist mit über 4000 Losen zu rechnen.


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